| Schimmel – und Feuchtigkeitsschäden vermeiden |
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Schimmel – und Feuchtigkeitsschäden vermeiden
Das Klima in einem Gebäude ist abhängig von der Feuchte und Temperatur in den jeweiligen Räumen und deren Nutzung. So müssen Schlaf- und Wohnräume, Küche und Bad unterschiedlich gelüftet werden. Generell sollte die vorhandene Feuchte sowie Geruchsbelästigung sofort an ihrem Entstehungsort und noch während bzw. unmittelbar nach ihrer Entstehung ,,weggelüftet“ werden.
Angekippte Fenster erhöhen den Energieverbrauch und die Heizkosten drastisch, wenn sie über längere Zeit oder immer angekippt bleiben und hierbei die Heizung nicht runterreguliert wird. Die beste Art zu lüften ist, bei ausgeschalteter Heizung Durchzug zu schaffen. Nach allenfalls zehn Minuten Stoßlüften haben Sie so die verbrauchte feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt. Diese Art Lüftung sollte drei- bis viermal am Tag erfolgen.
Wenn morgens die Schlafräume gelüftet werden, können die Innentüren der Wohnung offen bleiben. Wenn jedoch in Bad oder Küche gelüftet wird, um hohe Feuchtigkeitswerte zu regulieren (z.B. nach dem Duschen, Kochen), so sollten die Türen geschlossen bleiben, damit sich die hohe Luftfeuchtigkeit nicht auf die angrenzenden Räume verteilt.
Vorhandene Wäscheplätze oder Trockenräume sollten genutzt werden. Muss dennoch in der Wohnung Wäsche getrocknet werden, so sollte unbedingt zusätzlich gelüftet werden. Hierbei kann es bei hohen Außentemperaturen bietet sich jedoch eine verstärkte Stoßlüftung an, um die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben.
Eine Sanierung kann eine besonders kritische Feuchtesituation auslösen. Werden z.B. die Fenster erneuert (die Wohnung wird dichter) und erfolgen an der Außenwand lediglich Schönheitsreparaturen (Wandtemperatur bleibt niedrig), so steigt die relative Feuchte der Wohnung. In einem solchen Fall muss für die Zukunft das Lüftungsverhältnis angepasst und häufiger bzw. länger gelüftet werden.
Wenn die Heizung während des Lüftens nicht runterreguliert wird, werden Wärme und somit Geld zum Fenster hinausgelüftet.
Wer nachts die Raumtemperatur verringert, spart Energie. Zudem sorgen nicht übermäßig beheizte Räume für einen erholsamen Schlaf, da die Luft von wesentlichen besserer Qualität ist. Hierbei sollte jedoch eine Mindesttemperatur von 16°C nicht unterschritten werden.
Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme, daher sollte z.B. in Schlafräumen die Temperatur nicht unter 16°C sinken, da es sonst zur Kondensation von Feuchtigkeit kommen kann. Temperieren Sie von Zeit zu Zeit auch ungenutzte Räume, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Man sollte nicht versuchen, kühle Räume mit der Luft aus wärmeren Räumen zu heizen. Dadurch gelangt nicht nur Wärme, sondern auch Luftfeuchtigkeit in den kühlen Raum. Die relative Luftfeuchte steigt dann und erleichtert so das Wachstum von Schimmelpilzen.
Heizkörper sollten nicht durch Verkleidung, Mobiliar oder durch bis auf den Fußboden reichende Vorhänge behindert werden.
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